06.08.2009

Krise senkte Stromverbrauch im ersten Halbjahr um 5,4 Prozent

Industrie benötigt weniger Energie - 2009 ist Minus von 10 Prozent möglich

 

Wegen der Konjunkturflaute und dem daraus folgenden Rückgang der Industrieproduktion geht der Stromverbrauch in Österreich zurück. Im ersten Halbjahr wurde ein Minus von 5,4% verzeichnet, teilte der Verband der Elektrizitätsunternehmen Österreichs (VEÖ) am Donnerstag mit. Im Gesamtjahr sei ein Rückgang von 10% möglich, sagte VEÖ-Präsident Wolfgang Anzengruber vor kurzem. Überdurchschnittliche Rückgänge wurden in den Industrieregionen verzeichnet. Hier sank der Verbrauch um bis zu zehn Prozent im Jahresabstand, so Anzengruber. Insgesamt entfallen fast 50% des heimischen Stromverbrauchs auf den produzierenden Bereich. Wegen des geringeren Verbrauchs haben sich die Netto-Stromimporte laut VEÖ im ersten Halbjahr auf 255 Mio. kWh reduziert, während im Vorjahreszeitraum noch Einfuhren von über 3 Mrd. kWh notwendig waren.

Auswirkungen auf den Strompreise hat der Rückgang im Stromverbrauch aber nicht. Die Spotmarktpreise beginnen laut Anzengruber stark zu steigen, und es sei zu sehen, dass der "Tiefpunkt der Foreward-Preise überschritten ist".

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