15.07.2009

Krise lässt Stromverbrauch in Österreich heuer um 10 Prozent sinken

Strom dürfte nicht billiger werden.

 

Wegen des Konjunktureinbruchs und dem daraus resultierenden Rückgang der Industrieproduktion sinkt in Österreich der Stromverbrauch. Im ersten Quartal kam es zu einem Rückgang von 3%, sagte der Präsident des Verbandes der Elektrizitätsunternehmen Österreichs (VEÖ) und Verbund-Chef Wolfgang Anzengruber am Mittwoch vor Journalisten. Für das Gesamtjahr rechnet er mit einem Minus von 10%.

Der "größte Rückgang" werde bei Industrieunternehmen verzeichnet, während die Reduktion in den Haushalten "nicht dramatisch" sei. Insgesamt entfallen fast 50% des gesamten österreichischen Stromverbrauchs auf den produzierenden Bereich. Aufgrund des Verbrauchsminus wird es Umsatz- und Ertragsrückgänge bei den Energieversorgern geben, sagte Anzengruber. Er betonte, dass trotz dieser Tatsache die Investitionen nicht zurückgefahren werden.

Trotz geringerem Verbrauch dürfte Strom aber nicht billiger werden. Die Spotmarktpreise beginnen laut VEÖ-Präsident "dramatisch zu steigen" und es sei zu sehen, dass der "Tiefpunkt der Foreward-Preise überschritten ist".

 

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