Massenmarkt für Elektroautos erst ab 2030
Weltweit arbeiten alle größeren Autobauer an der Entwicklung von Elektrofahrzeugen.
Der deutsche Energieriese E.ON rechnet erst in etwa 20 Jahren mit einer großen Zahl von Elektroautos auf Deutschlands Straßen. Der Massenmarkt werde sich zwischen 2020 und 2030 entwickeln. Vorher seien auch keine größeren Investitionen in Stromnetze und Kraftwerke nötig, da die vorhandene Energieerzeugung ausreiche, um Elektroautos zu versorgen. Weltweit arbeiten alle größeren Autobauer an der Entwicklung von Elektrofahrzeugen. Sie haben sich mit Batterieherstellern verbündet, um in den nächsten Jahren Modelle auf den Markt zu bringen. Ihre Neuentwicklungen hatten sie jüngst auf der Autoschau IAA in Frankfurt vorgestellt.
Die Hersteller stehen unter einem enormen Druck, die von der EU ab 2012 vorgegebenen Ziele zur Reduzierung des Klimagifts Kohlendioxid zu erfüllen, sonst drohen Strafzahlungen. Eine wichtige Voraussetzung für einen Durchbruch von E-Autos ist, dass es leistungsfähige Batterien zu erschwinglichen Preisen gibt. Außerdem fehlt bisher ein flächendeckendes Netz, um Elektroautos aufzuladen.
Die Stromkonzerne erhoffen sich neben einem höheren Stromabsatz vom massenhaften Einsatz der Batterien zusätzliche Speichermöglichkeiten, auf die sie bei Bedarf in der Stromversorgung zurückgreifen können. Deshalb arbeitet RWE, in Österreich mit rund einem Drittel an der Kärntner Kelag beteiligt, mit Daimler zusammen, BMW kooperiert mit den Energiekonzernen E.ON und Vattenfall.