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Kosten für Ökostromförderung dürften 2018 zurückgehen

23.11.2017

Genaues Ausmaß noch offen - Belastung für Haushalte sinkt unter 100 Euro - Begutachtungsfrist läuft bis 4. Dezember

Die Kosten für die Ökostromförderung dürften bei etwas höheren Mengen im kommenden Jahr sinken. Grund dafür sind laut Wirtschaftsministerium Mehreinnahmen der Abwicklungsstelle OeMAG durch den Verkauf von Ökostrom in den Jahren 2016 und 2017, prognostizierte höhere Strom-Marktpreise sowie sinkende Kosten für Ausgleichs- und Regelenergie - auch dank Verbesserungen durch die heurige Ökostromnovelle. Für einen Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden Strom könnten die Ökostromkosten auf Basis des aktuellen Begutachtungsentwurfs von heuer knapp unter 100 Euro (inklusive 20 Prozent Mehrwertsteuer) im kommenden Jahr auf 95 oder 90 Euro zurückgehen. Ohne Steuern entspricht dies einem Rückgang von 82 auf rund 79 oder 75 Euro. Das Wirtschaftsministerium hat die entsprechenden Begutachtungsentwürfe zur Ökostromförderung zur Begutachtung ausgeschickt, die Begutachtungsfrist läuft noch bis 4. Dezember. 2016 musste ein Durchschnittshaushalt rund 120 Euro bezahlen. Das genaue Ausmaß der Kostensenkungen ist noch offen und hängt von der Verteilung der OeMAG-Überschüsse im Ausmaß von 120 Mio. Euro ab - ob zur Gänze 2018 oder aufgeteilt auf 80/40 Mio. Euro in den kommenden Jahren. Das Wirtschaftsministerium hat in seinem Entwurf 80 Mio. Euro zugrunde gelegt. Klar sei, dass die 120 Mio. Euro jedenfalls zur Gänze weitergegeben werden, die Frage sei nur wann, heißt es aus dem Wirtschaftsministerium zur APA. Es würden selbstverständlich sämtliche Stellungnahmen sorgfältig geprüft, das sei Sinn und Zweck einer öffentlichen Begutachtung. Die Arbeiterkammer hat zuletzt die Aufteilung kritisiert. Gesenkt werden soll für die kommenden drei Jahre die Ökostrompauschale. Dieser Fixbetrag belief sich in den vergangenen Jahren auf 33 Euro (ohne Mehrwertsteuer) jährlich und soll nun auf 29,92 Euro bzw. 28,38 Euro sinken. Die Ökostromförderung besteht aus der fixen Ökostrompauschale und einem verbrauchsabhängigen Teil. Insgesamt wird die Ökostromförderung heuer auf rund 788 Mio. Euro geschätzt. Im kommenden Jahr könnte sie dann auf 776 bis 736 Mio. Euro sinken - je nach Aufteilung der 120 Mio. Euro aus der OeMAG. Gleichzeitig wird im Begutachtungsentwurf für das kommende Jahr ein leichter Anstieg der Ökostrom-Einspeisemengen um 277 Gigawattstunden (GWh) auf 10.106 GWh prognostiziert.